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Was bringt Lauf-ABC – und welche Übungen sind für mich sinnvoll?

Was bringt Lauf-ABC – und welche Übungen sind für mich sinnvoll?

Lauf-ABC nutze ich, um Koordination, Rhythmus und Körperwahrnehmung zu üben. Je nach Übung werden dabei auch bestimmte Muskelgruppen gefordert. Außerdem bringt es Abwechslung ins Triathlon-Training.

Entscheidend ist für mich, warum du eine Übung machst. Eine Reihe von Bewegungen abzuarbeiten, ohne ihren Zweck zu verstehen, ist noch kein gezieltes Techniktraining.

Jeder Mensch bringt seinen eigenen Laufstil mit

Laufen ist eine grundlegende menschliche Bewegungsform. Trotzdem haben Erwachsene sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Wer regelmäßig läuft, bringt andere Erfahrungen mit als jemand, der nach vielen Jahren überwiegend sitzender Tätigkeit wieder anfängt.

Nach einer langen Pause können Bewegungen ungewohnt sein. Es fehlt möglicherweise an Belastbarkeit, Koordination oder dem Gefühl für einen lockeren Rhythmus.

Das heißt für mich aber nicht, dass jeder einen neuen Laufstil lernen muss. Ich möchte zunächst sehen, wie jemand läuft und ob überhaupt eine Veränderung nötig ist.

Einen Laufstil nicht ohne Grund verändern

Ein Laufstil muss nicht besonders schön aussehen, um für einen Menschen gut zu funktionieren. Deshalb schreibe ich nicht jedem dieselbe Schrittlänge, Schrittfrequenz oder denselben Fußaufsatz vor.

Eine bewusste Veränderung kann sich zunächst ungewohnt und anstrengend anfühlen. Ob sie langfristig hilfreich ist, lässt sich daraus allein noch nicht ableiten. Ebenso wenig ist jede technische Veränderung automatisch eine Verbesserung.

Als Trainer frage ich: Welches konkrete Problem wollen wir lösen? Was passt zu diesem Athleten? Und woran erkennen wir, ob die Veränderung etwas bringt?

Welche Aufgaben Lauf-ABC erfüllen kann

Mit Lauf-ABC können wir einzelne Aspekte der Bewegung hervorheben. Du kannst beispielsweise üben, Arme und Beine zu koordinieren, deine Körperhaltung wahrzunehmen oder einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden.

Mögliche Übungen sind:

  • Fußgelenksarbeit: kleine Bewegungen bewusst ausführen und Bodenkontakte wahrnehmen.
  • Skipping: Kniebewegung, Haltung und Rhythmus koordinieren.
  • Anfersen: die Beinbewegung gezielt variieren.
  • Seitliches Laufen: eine ungewohnte Bewegungsrichtung und andere koordinative Aufgaben einbauen.

Das ist keine Pflichtliste. Die Auswahl richtet sich nach deinen Fähigkeiten und dem Ziel der Einheit. Anspruchsvolle Sprungübungen verlangen mehr Belastbarkeit und gehören nicht automatisch in jedes Anfängerprogramm.

Die Übung ist nicht der spätere Laufstil

Beim Lauf-ABC sind manche Bewegungen bewusst übertrieben. Das hilft, einen Teil der Bewegung deutlicher wahrzunehmen.

Daraus folgt aber nicht, dass du beim anschließenden Dauerlauf mit besonders hohen Knien oder stark übertriebenem Armeinsatz laufen sollst. Die Übung gibt einen Impuls. Danach möchten wir wieder zu einer flüssigen, entspannten Gesamtbewegung kommen.

Deshalb interessiert mich auch, wie du nach den Übungen läufst: Was fühlst du? Was kannst du umsetzen? Und was wirkt eher verkrampft?

Lieber kurz und konzentriert

Ich baue Lauf-ABC gerne nach einem lockeren Einlaufen ein. Wenige passende Übungen, aufmerksam ausgeführt, sind mir lieber als ein langes Programm, bei dem die Konzentration nachlässt.

Die Übungen sollen zur Person und zur Belastung der Einheit passen. Sie ersetzen weder einen schrittweisen Trainingsaufbau noch die notwendige Erholung. Auch eine pauschale Garantie gegen Verletzungen geben sie nicht.

Was ich damit erreichen möchte

Mein Ziel ist, dass du deine Bewegung besser kennenlernst und passende Aufgaben sicher ausführen kannst. Gerade beim Wiedereinstieg kann es wertvoll sein, unterschiedliche Bewegungen auszuprobieren und wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln.

Welche Übungen für dich sinnvoll sind, können wir im persönlichen Lauf- und Triathlon-Training gemeinsam anschauen. Im individuellen Triathlon-Coaching ordne ich sie in deinen gesamten Trainingsplan ein.