Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg

team-tritime goes Ötillö: Schwimmst du schon oder läufst du noch?

Neben den bekannten Multisport-Formaten existieren auch Wettkämpfe in der Kombination Schwimmen und Laufen: Swim & Run oder auch Aquathlon. Vor neun Jahren entstand in Schweden etwas ganz Neues, der ÖTILLÖ!

 

„ö till ö“ bedeutet „von Insel zu Insel“ und ist in Schweden die Mutter der swimrun-Wettkampfform. Das Rennen findet immer am ersten Montag in September statt, in diesem jahr also am 07.09.2015. Die Teilnehmer müssen dabei in Zweierteams über 26 Inseln laufen und von Insel zu Insel in 10-15 Grad Celsius warmen Wasser schwimmen. Die Gesamtdistanz beträgt 75 Kilometer, von denen 65 Kilometer laufend und 10 Kilometer teilweise im offenen Meer mit höheren Wellen schwimmend zu bewältigen sind.

Leicht verständliches Regelwerk

Im Gegensatz zu den uns bekannteren Formaten existieren weder Wechselzonen noch komplizierte Regeln. Letztere beinhalten beispielsweise, dass jeder Athlet die Ausrüstung, mit der er das Rennen aufnimmt, auch mit ins Ziel bringen muss. Die Auftriebshilfe beim Schwimmen darf nicht größer sein als 100 x 60 Zentimeter. Alles andere ist erlaubt. Als Standardausrüstung hat sich folgendes etabliert: Shorty-Neoprenanzug – mittlerweile gibt es auch schon spezielle swimrun-Fabrikate -, Pullbuoy, Paddels, Schwimmbrillen und Crossschuhe. Im Wettkampf selbst dürfen die beiden Teammitglieder nie mehr als 10 Meter voneinander entfernt sein, weshalb die meisten Teams mit einer elastischen Schnur verbunden sind. So bleiben die Athleten bei Wellengang und Strömung zusammen und der schnellere Schwimmer/Läufer kann dem Langsameren helfen.

 

Auch die tritime stellt sich dieser neuen Herausforderung: tritime-Coaching-Experte Bennie „Bomber“ Lindberg und sein Freund und Trainingspartner Thomas „Sergeant“ Förster werden am kommenden Montag am eigenen Körper herauszufinden, warum diese Sportart in Skandinavien boomt und so erfolgreich ist. Nächste Woche wissen wir mehr, ob der Ötillö härter als eine Langdistanz ist. Der amerikanische Nachrichtensender CNN kürte vor drei Jahren das schwedische swim&run-Format zu einem der härtesten Eintagesrennen der Welt.

Für den guten Zweck

Lindberg und Förster möchten aber nicht nur einfach an dem Rennen teilnehmen, sie möchten zusätzlich auch anderen menschen helfen, denen es nicht so gut geht, speziell Kindern in Not und hier insbesondere für Sternstunden e. V., einer Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Und damit das Projekt auch in den sozialen Netzwerken auch seine Runde dreht, haben die beiden Sportler die Seite moveforkids.de mit einer simplen Botschaft eingerichtet: Drehe ein kurzes Video von deinem sportlichen, künstlerischen oder was auch immer für einen „Move“ und poste dann diesen Film mit #moveforkids auf deiner Facebookseite. Und danach kommt das wichtigste: Spende eine beliebige Summe, denn jeder Cent zählt und kommt den Kindern in Not zugute. Selbstverständlich darf auch gespendet werden, wenn jemand kein Video postet.

Rebecca Robisch, Andreas Raelert und Andreas Birnbacher haben sich bereits an der Aktion beteiligt. Weitere Information finden Sie unter moveforkids.de und auf facebook unter #moveforkids.

 

 

Text: Bennie Lindberg
Fotos: Jakob Edholm/ÖTILLÖ14 und motioncompany.eu