Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Norwegische Super Helden?

Norwegische Super Helden?

Ganz überraschen ist der überlegene Sieg von Kristian Blummenfelt beim Ironman in Cozumel nicht gekommen aber der Zeit war schon überraschend schnell.

Ich möchte jetzt nicht spekulieren um Streckenlängen, Strömungen etc. egal! Die Leistung war brutal stark. Punkt.

Was früher bei den Ironman Rennen die 9 Stunden Marke war ist heutzutage die 8 Std. Marke geworden und wenn Athleten wie Blummenfelt offiziell verkünden das es Ziel ist die 7 Std. marke zu knacken erzählt es auch im welchen Bereich man jetzt mental unterwegs ist: Wir glauben einfach daran!

Aber wie ist das möglich?

Ich versuche jetzt nicht zu spekulieren ich erwähne nur die Tatsachen die mir jetzt bekannt sind.

Das sportliche Wissen in Norwegen ist auf ein Ort in der Nähe von Oslo zu finden und nennt sich Olympiatoppen. (Die Olympische Spitze)

Olympiatoppen ist da um Erfolg für den Norwegern zu ermöglichen, aber es ist spannend zu wissen das Kristian Blummenfelt kein Geld für sein Olympiasieg in Triathlon bekommen hat. Olympiatoppen möchte den Sportlern bestmöglich fördern aber ihre Aufgabe ist es nicht den Athleten zu belohnen. Aber, keine Sorge Blummenfelt hat selber gesagt das der Gold Tag beim Olympia auch einen guten Zahltag war da er großzügige Sponsoren hat.

Jetzt denken vielleicht viele: OK Norwegen hat Geld darum sind die Athleten so gut. Ja es schadet sicher nicht aber es ist auch nicht der Grund.

In Olympiatoppen sammeln sich die Topexperten und Wissenschaftler von unterschiedliche Sportarten. So können Erfahrungen und Expertise problem- und neid-los über den Sportartgrenzen fließen.

Seit Jahrzehnten sind die norwegischen Langläufer als Höhentrainingsexperten bekannt!

Höhentraining ist sehr individuell und sehr schwierig zu steuern. Auch Kristian Blummenfald hat sich  5 Wochen in Sierra Nevada für Cozumel vorbereitet.

Sportwissenschaftlich auch in anderen Bereichen als Höhentraining ist Norwegen vorne zu finden.

Irgendwann vor Olympia in Tokio habe ich ein Video von ein Seminar in Olympiatoppen angeschaut wo Blummenfelt in einen Schwitzanzug als Demo-Objekt Rolle fährt und sein Körperkerntempearur in 40 Minuten weit über 40 Grad jagt (dabei hat er 2 Liter getrunken) und erzählt dann anschließend das es wie in der Hölle es sich angefühlt hat, wenn er in Training das erste Mal sein Körpertemperatur über 38 Grad getrieben hat.

Hmm…Trainingssteuerung und Anpassung durch Temperaturkontrolle und Messung! Nicht neu aber definitiv Interessant. Vielleicht gewöhnt sich unser Hirn beim richtigen Training daran und gibt dann Kraft frei da es nicht mehr Angst hat gegrillt zu werden.

Das ist ja in der Regel auch in Ironman Marathon der Falls, aber jetzt fange ich an zu spekulieren…

Das gleiche könnte man sich ja auch übrigens vorstellen bei Blutzucker wo auch unser Hirn die Leistung drosselt wenn es merkt dass nicht genug Zucker zur Verfügung steht...

Das gilt übrigens auch für sehr hohes Höhentraining, da geht es aber um Sauerstoff…  

Haben die Norweger ein Wissens-/Erfahrungs-Vorsprung, wahrscheinlich, sehr spannend das ganze!