Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Training in der Kälte gesehen mit Finnen Augen

Training in der Kälte gesehen mit Finnen Augen

Erstmals eine kleine Statement: Alles ist möglich, auch trainieren, ja sogar Wettkämpfe machen wenn es richtig kalt ist (deutlich unter -10°C).

 Was ich oft beobachten kann ist das der Schweinehund im Winter deutlich größer, fetter und träger ist als in Sommer.

 Wenn es nur ab und zu kalt ist, oder Winter ist ,wie jetzt, kann man sich ja sogar den Luxus erlauben zu sagen: OK ich habe jetzt kein Bock zu trainieren, ich trainiere wieder wenn das Wetter besser ist.

 Was ist aber wenn es nicht nur um einzelne Tage geht sondern um mehrere Woche, und im Winterregionen in der Regel um mehrere Monate. Dann müssen Lösungen her, jedenfalls wenn die Ziele ehrgeizig sind.

 Eine Variante ist natürlich ein persönlichen Pain Cave oder Trainingsraum einzurichten, aber auch Training außen ist eine super Variante wenn man weiß wie!

 Hier ein paar „Best Off“ für dein Wintertraining

 Laufen ist ja immer möglich nur manchmal sind die Straßen einfach pures Eis und dann helfen nur Laufschuhe mit Spikes. Meine brauche ich nur 2-3 Mal pro Jahr und darum sind die schon 15 Jahre alt aber immer noch gut! Der Investition hat sich definitiv gelohnt. Laufen im Schnee sogar im richtig tiefen Schnee ist super Training du musst dir nur auf Puls kontrolliertes Training dich um- oder einstellen

 Ein Rollentrainer/Ergometer sollte jeder Triathlet besitzen der ehrgeizigere Ziele hat. Problem ist nur: Wie soll ich es aushalten mehrere Stunden auf das Ding zu sitzen? Auch hier gibt es viele Lösungsansätze:

  • Investiere in Animation.
  • Organisiere gemeinsame Trainingseinheiten (auch virtuell)
  • kürzere Intensivere Einheiten und Einheiten mit hohe TF auf die Rolle machen eher als lange GA1 Einheiten.
  • Lange Einheiten (GA1) als Koppeleinheiten (Rad/Bike + Rolle ) oder als Wechseltraining (z.B. Rolle-Laufen-Rolle-Laufen-Rolle) oder Alternativwintersportarten einbauen. (Langlaufen, Touren-gehen, Schlittschuhlaufen...)

 Wenn es kalt außen ist und man läuft mehr muss man aufpassen mit Verletzungen. Wenn man gewöhnt ist am Wochenende einen langen Lauf und einen langen Radeinheit zu machen könnte man den Langen Laufeinheit jetzt während der Woche machen (Di/Mi/Do) und am Wochenende unterschiedliche Koppel und Wechseltrainingseinheiten machen.

 Die goldenen Regeln für Radfahren lauten:

  • ziehe dich immer so an das du die ersten 10 Minuten leicht fröstelst auch wenn es sehr kalt ist.
  • Habe immer eine Wind/Regenjecke dabei falls es dir kalt wird.
  • Ski Faustlinge sind die besten gegen kalte Hände wenn es wirklich kalt ist
  • Radfahren geht auch ohne Klickpedale mit Bärentatzen und dicken Winterstiefeln. Dann bleiben die Füße auch bei zweistelligen Minusgrade über Stunden warm.
  • Wie beim Laufen → ab und zu ist das Radfahren nur mit Spikes möglich. Hier empfehle ich der Investition in einen extra Laufradsatz für Reifen mit Spikes die nur gefahren werden wenn das Wetter es erfordert.

 Mein Tipp: Genießen den Winter! Ein bisschen Abwechslung in den Trainingsalltag hat noch nie jemanden geschadet. Egal ob du im tiefen Schnee läufst ob du Langlaufen macht oder in den bergen mit den Schneeschuhen/Tourenskier unterwegs bist oder was jetzt noch zählt ist das wir einfach „trainieren“. Wenn es ein bisschen intensiver ist als was du sonst machst machst du halt ein bisschen weniger und wenn die Intensität niedriger ist natürlich mehr!