Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Coaching durch „verstehen“

Coaching durch „verstehen“

Manchmal erschrecke ich wenn ich erfahre wie wenig die meisten Athleten wirklich verstehen was die da in Training machen!

Es ist klar, man muss nicht verstehen was man macht, und man kann trotz dem Spaß haben oder sogar erfolgreich sein. Wenn du allerdings weißt was du tust kannst du dein Training in eine ganz andere Dimension bringen.

 

Kleines Beispiel: Die meisten Triathleten „powern“ jetzt wieder im Schwimmbecken so als wären wir mitten in der Wettkampfphase. Problem dabei ist: So wird dein Kondition zwar besser aber an dein Schwimmtechnik ändert sich wenig! Das bedeutet du wirst im Becken ein bisschen schneller aber grundsätzlich ändert sich nichts und du bleibst sehr weit hinter den guten Schwimmer auch wenn dein Kondition nicht unbedingt schlechter ist. Nächstes Jahr nach der Saisonpause fängst du also wieder (fast) beim Null an!

Wenn du jetzt aber verstehst worum es im Schwimmen wirklich geht… also Wasserwiederstand zu reduzieren und Antrieb zu maximieren, dann verstehst du schon sehr viel.

Wenn wir auch noch davon ausgehen das alle im Wasser so ähnlich wie ein „Dead Man“ mit Arme und Beine ausgestreckt und Kopf im Wasser mit Blick am Boden liegen können (Personen mit starke Beinmuskulatur können dabei ganz leichte kaum merkbare Kraulbeinschläge machen) und das diese der Ausgangsposition für gutes Kraulschwimmen ist wissen wir schon fast alles was wir über Kraulschwimmen wissen müssen.

Wenn wir anfangen Kraulbewegungen zu machen müssen wir auch wissen das jeder Kraft einen Gegenkraft braucht oder verursacht und unsere „Dead man“ Position dürfte  möglichst wenig sich verändern.

Jetzt springst du also im Wasser und versuchst möglich perfekt Kraul zu schwimmen. Der Körper gleitet wie ein Holzbrett ohne große Kraftanstrengung durch das Wasser. Die Beine arbeiten die ganze Zeit mit exakt den gleichen Rhythmus, der Kopf dreht sich nur zur Seite kurz zum Einatmen ohne das in der Armrhytmus sich etwas verändert. Es gibt keinen hektischen unkontrollierten oder unbewussten Bewegungen alles hat nur ein Ziel der Körper vorwärts durch das Wasser zu ziehen.

Wenn du dann halbwegs eine Ahnung hast wie der Kraultechnik aussieht, für welchen Kraulrhythmus du dich entschieden hast kannst du jetzt mit viel Geduld sehr, sehr gut Kraulschwimmen lernen.

Selber habe ich in diese Art und Weise als Erwachsener mit Mitte Zwanzig das Kraulschwimmen gelernt und ein paar Jahre später reichte es um nur 90 Sek. nach den ersten Schwimmer in Ironman Australien mit 48 Minuten aus den Wasser zu steigen.

Um Kraulschwimmen zu lernen musst du aber sehr, sehr langsam schwimmen um diese neue Bewegungsmuster umzusetzen. Wenn du das nicht kannst machst du definitiv etwas falsch und solltest dann um Hilfe beten oder dich selber Filmen lassen beim Schwimmen um eventuell selber zu erkennen wo es hängt.

Im diesen Sinne viel Geduld mit schneller schwimmen lernen!