Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Elastizität ein oft vergessene Faktor im Triathlon

Elastizität ein oft vergessene Faktor im Triathlon

Elastizität verknüpfen vielleicht die meisten mit Kängurus die Dank einen genialen Körper „Konstruktion“ gigantische Sprünge mit wenig Energieeinsatz wiederholt über einen längeren Zeit machen können. Je weniger Energie umso weniger Wärme produziert der Känguru was natürlich auch wichtig in der Wüste ist!

 

Neulich bin ich zurückgekommen von eine kleine Runde joggen und habe verflucht wie es sein kann das ich mich jetzt trotz Anstrengung nicht mal ansatzweise so schnell laufen kann wie vor 25 Jahre. Wenn ich ein bisschen Rad fahre oder schwimme BÄÄM, der Form kommt schnell. Der Körper kennt noch alles und kann sich relativ schnell anpassen!

Beim Laufen, NO CHANCE!

Warum?

Kennst du diese Pogo Stick. Praktisch ein Stab mit ein Feder mit zwei Fußstapfen für die Füße und zwei Griffe für die Hände. Je stärker der Feder ist je leichter, schneller und länger kannst du springen.

Wenn der Feder aber mit der Zeit schwächer wird dann geht das Springen immer schwerer und schwerer.

Je älter wir werden je schwächer wird unsere „Feder“, und da beim Schwimmen und Radfahren kaum Elastizität gebraucht wird merken wir es hauptsächlich beim Laufen.

Der Elastizität ist ein wichtiger Faktor wenn es um Höchstleistung geht!

Bei Sprinter wird Elastizität gebraucht um Top Speed zu erreichen im Ausdauersport geht es um Ökonomie.

Um es noch deutlicher zu machen lass uns z.B. den Ironman Marathon als Beispiel nehmen. Nach mehrere Stunden Wettkampf können viele Faktoren am Ende entscheiden!  Dazu gehört auch Elastizität. Wenn der Elastizität geringer wird durch Ermüdung kann physiologisch folgendes passieren:

Mit gleichen Energieverbraucht werden wir einfach langsamer!

Wenn wir mit gleichen Tempo weiterlaufen, ist der Energieverbrauch höher und auch der Wärmeproduktion höher, beides kann ein schnelles Ende bedeuten.

Was ist dann Elastizität und wie kann man es trainieren?

Elastizität sieht man z.B. im Gesicht! Wenn wir jung sind ist alles stramm  und elastisch. Wenn wir älter werden kommen die Falten und der schlappe Haut. Genauso verhält es sich mit den Faszien und Sehnen, nur wir sehen es (normalerweise) nicht.

In erster Linie ist das Hormon Testosteron für Elastizität zuständig. Je älter wir werden je weniger Testosteron produzieren wir und der Elastizität nimmt ab. Beim Laufen verschärft es sich noch dadurch das der Muskelmasse auch mit sinkenden Testosteronspiegel abnimmt. Auch wenn du dein Gewicht hältst wächst dein Fettprozent. Alles zusammen: Ein Teufelskreis!

Wir sind aber nicht ohne Gegenmittel:

Um unsere Elastizität zu verbessern haben wir in erster Linie zwei Waffen.

Sprungtraining und Krafttraining.

Sprungtraining beinhaltet wie der Name sagt verschiedene Arten von Sprünge. Dazu gehört auch Lauf ABC richtig gemacht. Bei Sprung Training muss man EXTREM vorsichtig sein da das Verletzungsrisiko enorm ist und ein längerer Gewöhnungszeitraum erforderlich ist.

Eine sicher Variante bietet das Krafttraining an! Krafttraining erhöht die Testosteronproduktion im Körper und verbessert dadurch auch die Elastizität.

Hier noch ein paar Anmerkungen zum Definition von Krafttraining aus mein Blog.

Was ist hier der Quintessenz?

Triathlon erfordert ein vielseitiges „Können“. Nicht nur sind Umfänge und Intensitäten wichtig, auch unterschiedliche Arten von Sprünge (Lauf ABC, Zirkeltraining, Bergsprünge…), Krafttraining und Faszien Pflege gehören zum Trainingsplan.

Schließlich gilt auch für Triathlon: „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied!“