Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Weniger oder minimal essen für mehr Leistung?

Weniger oder minimal essen für mehr Leistung?

Ein Thema das jetzt (und eigentlich immer) viel diskutiert wird ist alles was um Essen geht. Nüchterntraining ja oder nein, wie specke ich extra Kilos ab um letztendlich wie ein Hungerhaken auszusehen und das nur um schneller zu werden?

 Ich möchte hier und jetzt nicht über Pro und Kontras  sprechen nur ein paar Fakten hervorheben und zu eine neue Studie hinweisen.

Das was die Profis machen ist selten eine gute Idee für Agegrouper nachzumachen. Erstmals um so weit zu kommen um Profi zu sein musst du schon die richtige Gene mitbringen. Lets face it: 70% in Ausdauersport machen die Gene und der Veranlagung aus. Das ist immer noch sehr viel! Im Spritbereich (also 100m laufen) sprechen wir von 90-95%.

Das bedeutet wenn du als Traktor geboren bist kann niemand von dir einen schnellen Sportwagen machen. Andersherum kannst du dann Sachen machen was der Sportwagensicher nicht machen kann.

Du kannst natürlich auch als Sportwagen geboren sein aber leider hast du nur einen VW Käfer Motor bekommen oder dein Chassis ist nicht stark genug. Alles eine Frage von deine Gene.

Was ich versuche zu sagen: Die Top Profis in unseren Sport sind so weit gekommen da die eine außergewöhnlich gute Ausgangslage haben. Da muss einfach vieles zusammen passen im Körper und Kopf. Was nützt es wenn alles passt aber nach 8 harten Trainingsjahren, wenn langsam Erfolg zu erwarten ist, der Person keiner Lust mehr hat zu trainieren . Oder wenn der eine Verletzung den Anderen folgt oder, oder, oder…

Ein Profi kann so hart und viel Trainieren nur weil er auch Zeit hat sich zu erholen. Rein rechnerisch könnten aber viele Athleten das Pensum von ein Profi trainieren.

Rechnung:
8 Std. arbeiten
8 Std. schlafen
3 Std. übrige Tätigkeiten (essen, waschen, einkaufen, Sachen erledigen, pendeln…gehe davon aus er/sie wäre Single… J
5 Std. Trainingszeit würde noch übrig bleiben!
(7 x 5 Std.= 35 Std. Training/ Woche).

Das würde natürlich nie gut gehen!

Jetzt (Sept. 2019) ist auch eine neue Studie herausgekommen der grobgenommen folgendes sagt: Das Risiko Übertrainiert zu werden hat weniger mit das Training zu tun als mit Andere Faktoren. Speziell zu wenig essen (Proteine und Kohlenhydrate) aber auch Schlaf und sozialen Stress korreliert besser zu Übertrainingsymptom als hart und/oder viel zu trainieren.

Vielleicht kannst du also hart trainieren und Zeitlang weniger essen um dein Idealgewicht zu erreichen, aber wenn du gleichzeitig arbeitest, vielleicht Stress hast oder schlecht schläfst dann befindest du dich als Agegreouper auf sehr, sehr dünnen Eis.

Das Frauen keine kleine Männer sind,  erklärt uns Yvonne van Vlerken und was sie jetzt in nachhinein über Nücherntraining denkt, empfehle ich HIER zu lesen

Summa Sumarum: Wir sind alle einzigartig! Wir haben stärken und Schwächen. Wenn du etwas kopieren möchtest was ein Anderer Athlet macht, dann tue es, aber du solltest nicht so stur sein das du mit den Kopf durch die Wand läufst. Wenn es nach 2 Monate Probezeit funktioniert und du wirst schneller, fühlst dich gut und bleibst gesund Prima. Wenn es aber mühselig ist. Etwas fängt an zu zwicken, du kannst schlecht schlafen fühlst dich ständig ausgelaugt dann taugt es wahrscheinlich nicht für dich!

Wir haben von Geburt her ein geiles Organ bekommen und es heißt GEFÜHL.

Nütze es!