Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Ist das nicht eigentlich worum es im Sport geht?

Ist das nicht eigentlich worum es im Sport geht?

Was ich schwer zu verstehen habe ist wie Ziele manchmal in Sport definiert werden und vor Allem wie die nach außen Kommuniziert werden. Jetzt im Frühjahr vor der Saison schon angegangen ist versauen viele den Saison schon durch falsche Zielsetzung!

 

Schon in der Antike und später wenn der Olympiagedanke wiederbelebt wurde, war immer das Ziel: Sich mit Andere zu messen!

Das jemand gewinnt, dass jemand der Sieger ist das kommt automatisch vor wenn man ein Wettkampf macht.

Was ich schlimm finde ist wenn es schon von Vorne heißt: Ich möchte Gewinnen oder noch schlimmer wenn von der Verbandsseite die Ziele kommen: So und so viele Medaillen möchten/werden wir gewinnen!

Warum ist das schlimm? Wenn es schon von vorne heißt ich muss gewinnen, dann verliert die Bedeutung „sich mit anderen zu messen“ gleich an wert! Das genau ist ja das edle im Sport!

Wenn du nicht gewinnst, bist du gleich ein Verlierer!

Weiterhin kannst du nur so viel geben wie in dir Steckt, und das ist nur eine Fragen von Talent und Training.

Was ist wenn dein Talent nicht ausreicht? Was ist wenn du den Training nicht wegstecken kann, um zu gewinnen, und dich nur verletzt? Greifst du dann zum Betrug um dein Ziel zu erreichen oder gibst du frustriert auf?

Oft kommen Athleten zu mir und sagen ich möchte eine bestimmte Zeit z.B. in Ironman erreichen! Ich sage IMMER das ist Quatsch mit Soße!

Wenn der Zeit für dich zu schnell ist wirst du dich mit aller Wahrscheinlichkeit nur verletzen und im schlimmsten Fall nicht Mal an den Start gehen. Wenn der Zeit zu langsam ist wirst du weit unter dein Potential bleiben!

Wenn du ehrgeizige Ziele hast könntest du die einfach für dich behalten und weiter davon träumen! Wenn du diese Ziele öffentlich kommunizierst entsteht nur Druck an den du später bemessen wirst!

Einige Athleten brauchen diesen Druck um sich zu motivieren oder eben wie in Spitzensport um Aufmerksamkeit und dadurch auch finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Was tun? Meine Empfehlung ist immer: Versuche erst deine Rahmenbedingungen zu definieren!

Wie viel Zeit habe ich zu trainieren?

Wie viel darf es kosten?

Wie viel Training kann ich wegstecken.
(Man darf nicht vergessen: Ausdauertraining braucht Zeit!)

Von diesen Rahmenbedingungen ausgehend kannst du jetzt ein Ziel formulieren der lautet: Ich möchte mein Bestes geben! Dann ist auch Sport gesund!

Ist das nicht eigentlich worum es im Sport geht? Sein Bestes, zu geben und dann zufrieden sein mit der Leistung egal welche Platzierung dabei rauskommt! Das bedeutet auch neidlose Anerkennung für die die schneller sind und das man einstehen muss ich bin/war langsamer.

Wenn es dann zum Sieg oder zum Wunschzeit reicht umso schöner aber das sollte in meine Meinung NIE das primäre Ziel im Sport sein!