Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Hitze, Sport und meine Relativitätstheorie

Hitze, Sport und meine Relativitätstheorie

Momentan ist es wieder schön warm in Deutschland. Nächste Woche wird sogar Temperaturen in der Richtung von 40 Grad erwartet.

Was mir auffällt: Die meisten die sich über diese Temperaturen sich aufregen sind keine Sportler.

 

Eigentlich ganz klar und das erkläre ich immer mit meine auf den Sport bezogene Relativitätstheorie, und der geht so:

Unsere Körper sind ganz unglaublich, die können sich auf fast alles Anpassen egal ob Belastung oder Ruhe.

Wenn wir trainieren werden unsere Körper stärker und sie passen sich an zu den Bedingungen wo und wie wir trainieren. Sicher findet niemand es so prickelnd joggen zu gehen in 40° Sonnenschein aber es geht wenn man sich langsam daran gewöhnt.

Es geht sogar wenn es 10° wärmer ist! Das habe ich selbst versucht und erlebt in Death Valley in der USA. Mit eine große Wasserflasche 1 Std. laufen in der Mittagssonne bei 52° C - geht! Klar musst du dich dann richtig verhalten und genug trinken aber das ist jetzt schon zu weit ausgeholt.

Was ist dann wenn wir „NIX“ machen! Unsere Körper passen sich auch hier an nichts zu tun. Immer mit Auto zu fahren, sich in angenehm temperierten Zimmer aufzuhalten. Unsere Körper werden bequem, faul, schwach und leider auch träge.

Wenn alles normal läuft ist es ja kein Problem! Jeder kann auf der Sofa liegen. Jeder kann mit die Rolltreppe 5 Etagen hochfahren, jeder empfindet eine Zimmertemperatur zwischen 21 und 23° als angenehm.

Was ist dann wenn alles nicht mehr normal läuft! Wie jetzt wenn es z.B. sehr heiß ist.

Plötzlich rutscht der nichttrainierte unfreiwillig rein in den roten unangenehmen Bereich!

Das kann im Kaufhaus passieren, wenn die Rolltreppe kaputt ist oder wir werden aus irgendein Grund gezwungen 5 km zu Fuß zu gehen. Für einige sehr runtergekommene kann der eigene Hintern abzuwischen schon so anstrengend sein wie für Sportler die harten Trainingseinheiten.

Ein Sportler geht bei 38° C noch trainieren. Er produziert zusätzlich von innen Hitze, der Körper muss Hochleistung bringen um den Organismus runter zu kühlen und die meisten empfinden es als harte Arbeit… keine Frage!

 Das ist aber IMMER planbar und während eine überschaubare Zeit. Danach können wir uns erholen runterkühlen, duschen, Klamotten wechseln und das Leben viel, viel mehr genießen, auch wenn es permanent 38°C hat, da wir uns immer noch nicht, in Gegensatz zu den nicht Sportlern, in roten Bereich befindet!

Wo ist also der Relativitätstheorie? Hier: Die Belastungsempfindung bleibt immer auf langer Sicht gleich! Nicht Sportler müssen genau so viel wie Sportler „leiden“ (wenn man es so nennen kann). Es gibt nur einen wesentlichen Unterschied: Sportler können wählen wann und wie lang sie leiden müssen oder wollen.

Ist das nicht ein geiler Gedanke!!

Ich liebe den Sport!