Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Krämpfe braucht niemand, aber man muss die nicht akzeptieren!

Krämpfe braucht niemand, aber man muss die nicht akzeptieren!

Erfolg und Misserfolg in ein Wettkampf hat oft viele verschiedene Ursachen. Ein „böser“ Faktor der schwer zu kontrollieren ist der Umgang mit Krämpfe oder wie ich versuchen kann Krämpfe zu verhindern.

 Jetzt gibt es viele unterschiedliche Arten von Krämpfe, hier spreche ich von Krämpfe die in der Regel nach einige Stunden Training oder Wettkampf anfangen!

Wenn wir jetzt genau wüssten WARUM Krämpfe entstehen wäre es leichter die vorzubeugen! Ganz im dunklen bewegen wir uns aber nicht es gibt zwei starke Vermutungen was Krämpfe verursachen könnten.

Das eine hat mit einen monotonen unzureichenden Bewegungsmodus zu tun, Technikfehler könnte man es auch nennen! Hier werden über eine lange Zeit zu monotone Bewegungen ausgeführt so dass die s.g. Golgi Sehnen Organ nicht genug Stimulus erhaltet. Das Golgi Sehnen Organ steuert vereinfacht die Spannung und Entspannung in den Muskeln.

Da ein Krampf oft mit Vorzuckungen sich ankündigen lässt wissen erfahrene Athleten hier schon wie sie damit umgehen müssen. Manchmal hilft kurz ein paar Mal anzufersen wenn die Vorderseite des Oberschenkels betroffen ist, wenn die Rückseite betroffen ist kann die Schrittlänge leicht verlängert werden für ein paar Schritte und wenn Probleme in Wadenmuskulatur sich ankündigen kann man extrem auf die Fersen ein paar Schritte laufen. Was auch oft hilft ist kurz anzuhalten und die betroffenen Muskeln leicht zu dehnen.

Einige Athleten schwören darauf dass sie Krämpfe „wegdenken“ können was indirekt auch mit der Golgi Sehnen Organ zu tun haben könnte da alles in das Unbewusste geschieht. Weiterhin haben auch viele Athleten gute Erfahrungen mit Krafttraining was auch die Körperstatik verändert und somit auch eventuell das Golgi Sehnen Organ beeinflussen kann.

Die zweite Hauptursache für Krämpfe kann Natrium oder einfach gesagt Salzmangel sein! Athleten die extrem viel schwitzen und regelmäßig weiße Salzspuren auf ihren Trikots und Hosen hinterlassen sind extra gefährdet. Wenn du vermutest das hier die Ursachen für Krämpfe liegen solltest du erst analysieren wie viel du schwitzt (wiegen vor und nach der Trainingseinheit) und danach ein Strategie für trinken und Natriumaufnahme machen. Normalerweise reicht 300-600 mg Natrium pro Stunde aus für einen Ironman Wettkampf bei heißen Bedingungen und diese Menge wird in der Regel schon mit Sportgetränke gedeckt (Wenn der Athlet primär Sportgetränke trinkt). Bei sehr stark schwitzende Athleten kann das Natriumbedürfnis sogar doppelt so hoch sein und dann kommen Salz Tabletten in Frage.

Einige Athleten schwören auch am anderen Elektrolyten wie Magnesium. Ob es sich hier um ein Placebo Effekt handelt oder nicht, spielt im Wettkampf dann keine Rolle wenn es hilft. Magnesium z.B. unterstreicht nur das Faktum das viele Faktoren einer Bedeutung haben können, und auch mental „unverkrampft“ den Wettkampf anzugehen hat noch niemanden geschadet!

Also hau rein - unverkrampft!