Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
FTP-Watttraining

FTP – hmmm…ja aber wie?

Wie soll ich anfangen? Ich mache eine 60 Minuten Test oder noch schlimmer ich mache einen 20 Minuten Test VOLLGAS und soll von diese Ergebnis meine Trainingsbereiche ermitteln.

Das ist ja eigentlich ganz logisch für ein Triathlet der auf der Kurzdistanz unterwegs ist oder für ein Radfahrer das selten einen längere Zeitfahren als eine Std. fährt. Wenn der Radfahrer dann länger fahrt ist er selten im gleichmäßigen Tempo unterwegs und er geht dazu noch immer an den Start mit vollen Energiereserven.

 

Wie ist es aber wenn ich versuche die anaerobe Schwelle oder eine Leistung der sehr nahe daran liegt als Messlatte zu nützen um z.B. die Fettverbrennung zu bestimmen. Dann komme ich aber sehr schnell im Wackeln!

Umgekehrt gedacht: Wer der beste FTP Test abliefert müsse die schnellste Radfahrer in Ironman sein oder? Das könnte ich sogar unterschreiben! Wenn das Training richtig aufgebaut ist, dann ist es rein physiologisch wahrscheinlich dass der schnellste Radfahrer über 50km auch der schnellste Radfahrer über 180 km ist. Problem ist aber Ironman Endet erst nach das Laufen!

Verstehe mich nicht falsch! Ich möchte der FTP Test nicht als DUMM abstempeln, der kann aber wirklich nicht alles erzählen, und für Langdistanz Athleten eben relativ wenig!

Im Grunde geht es ja darum was IN dein Körper geschieht. Was ist dein Veranlagung, wo liegt dein Talent.

Das gleiche zu trainieren wie z.B. Kienle, Frodeno oder Lange macht ja nur Sinn wenn du die gleiche Gene hast und die gleiche Trainingsbackground. Warum solle dann alle erfolgreich nach den gleichen FTP Test-Bestimmungen trainieren können?

Das ist mir zu simpel, zu einfach. Es ist wie anfangs von der Herzfrequenztraining. Die Leute haben die anaerobe Schwelle festgestellt (der sehr leicht festzustellen ist) mit Conconi-Test, mit ein 10-15 km Lauf oder mit eine Leistungsdiagnostik oder einfach nur auf die Atmung zu hören. Von diese anaerobe schwelle hat man dann Werte untergebrochen für GA1, GA2 usw. SORRY das war, und ist einfach BULLSHIT! Die haben gar nicht verstanden und verstehen zum großteil heutzutage auch nicht viel davon (SORRY :-))!!

Man hat schon deutlich  früher in den 70er wenn der Marathonboom losgegangen ist Marathonprogramme aufgestellt basierend auf deine 10 km Bestzeit oder Halbmarathon Bestzeit. Funktioniert auch ziemlich gut aber eben nur zu 80-90%.In Grunde ist FTP basiertes Training das gleiche was schon in 1970 entstanden ist im Laufbereich. Es erzählt aber null Komma nix was IN dein Körper passiert!

Noch viel, viel interessanter wird es wenn wir in Ironman Bereich unterwegs sind. Ironman ist wie Formel 1 fahren. Wir starten alle mit einem vollen Tank und es geht darum möglichst effizient unterwegs zu sein.

In Triathlon heißt unsere Benzin Kohlenhydrate, wenn die KH aus sind, ist das Spiel vorbei! 10-15 Watt zu viel auf das Bike bedeutet schnell eine 15 Minuten langsamere Laufzeit! 5 Minuten langsamer Radfahren kann 10 Minuten schnellere Laufzeiten bedeuten.

Wie weißt du denn das? Ganz simpel durch gute Leistungsdiagnostiken und sehr gute Auswertungen! Watt, Puls, Geschwindigkeit, Laktat, und Atemgasanalyse!! Schon ende 80er haben wir das in Finnland regelmäßig gemacht. Unsere Wattwerte verglichen zum Körpergewicht, zum Puls zum RQ, zum theoretischen Sauerstoffverbrauch und Maximale Sauerstoffaufnahme. Verglichen und  Trainiert, Verschiebungen festgestellt und weiter trainiert. Erfahrungen gesammelt und im Wettkampf genau gewusst was muss ich machen.

Dabei kannst du mit nur 20-25 Std. Training in der Woche sogar auf der Ironman Distanz sehr, sehr weit kommen. Mit ein bisschen Talent sogar unter 8 Stunden!

Wenn du nicht Profi bist oder wenn du sogar Profi bist aber denkst im Schnitt 3-4 Std. Training pro Tag ist auch ganz viel,ich kann auch was anderes mit mein Zeit machen DANN reicht einfach nicht ein FTP Test dann musst du genau wissen was du tust!