Triathlon Trainer und Coach - Bennie Lindberg
Mut  zur Gelassenheit

Mut zur Gelassenheit

Kürzlich habe ich eine Diskussion mit eine (junge) Trainerkollege gehabt. Wir haben darüber gesprochen wie ein Amateur trainieren sollte der maximal 10 Std. pro Woche Zeit hat zu trainieren.

Meine Standpunkt könnte er nicht ganz verstehen (dazu komme ich gleich), er war der Meinung: Mit so weinig Trainingszeit zur Verfügung sollte man versuchen jede Minute auszunützen und eine zwei wöchige Trainingspause am Ende des Jahres ist schon viel.

Hier kommen meine Argumente:

Es gibt einige Trainingsprinzipien die immer gelten! Eine davon heißt Progressivität. Nur wenn das Training über Zeit härter und härter wird werden wir fitter und fitter. Eine von den einfachsten Methoden das Training zu Kontrollieren geht über Umfang. Jetzt lass uns nichts vormachen 10 Std. Training (effektiv ausgenützt) ist viel Training in der Woche.

Ausdauer ist eine Eigenschaft der sich sehr langsam entwickelt. Zehn Stunden Triathlontraining pro Woche bedeutet rein rechnerisch nur gute 3 Std. Training pro Disziplin pro Woche aber Total gesehen ist es etwa 1,5 Std. Training pro Tag und das ist schon sehr viel.

Viele Athleten, speziell Anfänger steigern die Umfänge zu schnell. Statt in ein ordentliches Tempo zu trainieren werden nur Umfänge gemacht und in schlimmster Fall trainieren die Athleten 20 Std. oder mehr in der Woche aber schaffen trotz dem nicht die Cut Off Zeiten in z.B. einen Ironman.

Man sagt: Wir werden genauso schnell fit wie wir unfit werden und rein rechnerisch würde es dann reichen 9 Monate pro Jahr zu trainieren und trotz dem eine „Rendite“ von 3 Monate Training pro Jahr zu bekommen. Diese Prinzip habe ich schon in mein Buch: Triathlon für Berufstätige beschrieben.

Wenn du keine Profisportler oder Elite Amateure bist der sich für Hawaii qualifizieren möchte, kann und solltest du nicht 12 Monate pro Jahr „Triathlon“ denken. Das stresst zu viel, nutzt zu viel mentalen Energie, belastet Familie und Beruf, mit der Folge das du es so nur ein paar Jahre weiter machst. Viel zu kurz wenn man denkt das wir etwa 8-10 Jahre brauchen um unsere Ausdauerpotential zu erreichen.

Meine Empfehlung lautet daher: Mache jedes Jahr 2-3 Monate „Triathlon Pause“. Das bedeutet jetzt nicht faul auf der Sofa liegen und Chips essen. Das würde so wie so kaum ein Triathlet aushalten der gewohnt ist 10 Std./Woche zu trainieren einfach weil wir uns dann nicht wohl fühlen.

In diesen 2-3 Monate kannst du aber jede Gelegenheit nützen um Alltagsbewegung in dein Tag ein zu bauen. Schon probiert mit Fahrrad in Arbeit zu fahren. Wie wäre es zu Fuß einkaufen zu gehen? Gartenarbeiten zu erledigen oder wenn das Alles kein Thema ist: Was Neues machen? Auch wenn es dich nicht zu 100% interessiert, dann trifft es vielleicht das Interesse von deine Familie oder Partner/Partnerin! Hast du schon ein Surf Camp besucht/gemacht oder ein Pferdetour durch Schottland mit Kanu Canada zu erkunden oder einfach wandern in den Bergen.

Ich stelle immer fest: Nur die Athleten die Triathlon lang genug machen werden richtig schnell! Je vielseitiger (sportlich gesehen) du bist je wahrscheinlicher ist es das du jahrelang Spaß hast. Je mehr du dein Umfeld in dein Lebensstiel einbeziehen kannst umso weniger Stress bedeutet es.

Und letztendlich wenn es dann in Oktober oder November weder mit Triathlon Training los geht trainiere nicht einfach nur um zu trainieren mach alles mit eine System und einen Idee der dahinter steht. Dann kannst du auch ganz niedrig mit nur 2, 3 oder 4 Std. Training pro Woche anfangen und immer noch bis Sommer genug Luft in deine Umfänge zu haben um es progressiv aufzubauen.

Also… wie man in Hawaii sagt:

Hang Loose! (Mindestens ein Teil von das Jahr)

Nebenlagen trainieren?

Nebenlagen trainieren?

Jetzt haben wir in Deutschland Sommer, die Freibäder sind offen, wir haben einfach ideale Voraussetzungen um Schwimmen zu trainieren!

Weiterlesen

Hitze, Sport und meine Relativitätstheorie

Hitze, Sport und meine Relativitätstheorie

Momentan ist es wieder schön warm in Deutschland. Nächste Woche wird sogar Temperaturen in der Richtung von 40 Grad erwartet.

Was mir auffällt: Die meisten die sich über diese Temperaturen sich aufregen sind keine Sportler.

Weiterlesen