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07.11.2009 von  Oliver Prigge

 

Endlich SUB 10 – Long Way

Im sechsten Anlauf endlich unter 10 Std. Punktlandung?
 
Nachdem starken Auftritt beim Halben in South Carolina waren es noch knapp 4 Wochen bis zum BIG GOAL FLORIDA.
 
Und tatsaechlich am 7. November um 16:59 Uhr Ortszeit war es geschafft –
endlich SUB 10 genauer gesagt 9:59:13 Std. 
 
Aber der Reihe nach.
 
3 Wochen vor dem Rennen alles in Butter – ein weiterer Formtest im Wettkampfformat ist abgeschlossen.10 Meilen in etwas ueber 65 Minuten aus dem Training sind bestens.
 
2 Wochen vor dem Wettkampf wurden die letzten langen Einheiten abgespult.180 KM auf dem Rad aber easy + 5Km schneller als IM Tempo, siehe da 19 min. Nicht schlecht
 
1 Woche vor dem „Rennen des Jahres“: Die Deutschen Supporter kommen an und letzte Feinschliffe werden im Training absolviert. Bis, ja bis Samsrag in der Fruehe – eine Woche vor dem Rennen ereilt mich das Schicksal – Diagnose :Hexenschuss. Was nun?
Alles moegliche an bloeden Ideen schiessen einem da durch den Kopf. Aber nach einer Weile, geht es dann wieder besser. Waermeguertel – Entspannungsuebungen (Danke Tanja)- Massagen und Chiropraktiker. Von Tag zu Tag wurde es besser, aber einen Ironman?
Der Test am Mittwoch war weder Fisch noch Fleisch. Laufen ging nach ein paar Minuten recht ordentlich – Radfahren ging auch so einigermassen, aber absteigen nach 20 Km – ging gar nicht!!!
Aber die Entscheidung war gefallen, wir fahren und ich starte und finishe – wie auch immer!!! Genug gejammert – das macht auch nicht schneller.
 
Raceday: Das Wetter sollte wie ueblich in Florida mitspielen.Wind war zwar ein wenig heftiger – durch Tropical Storm IDA.
Was war ich nervoes - die letzte Stunde vor dem Start war soooo laaange. Nochmal alles gecheckt.
Klappt das mit dem Rad anreichen, ist alles im Beutel – denn die Besonderheit war hier - nichts, aber auch gar nichts durfte am Radstaender sein !!
 
7 Uhr morgens bei knapp 11 Grad Luft und 20 Grad Wasser endlich der Start.
Hoelle was ein Scheiss... 2500 Starter auf 100m Strand – die erste Runde eine wahre Schlacht mit Salz im Mund. Schwimmen war das nicht. Auf der zweiten Runde ging es endlich besser bis zum Wendepunkt – ich war unkonzentriert und die hohen Wellen brachten mich vom Kurs ab – Umweg. Nach 1:05 und etwas raus aus der Salzbruehe und ab zum Wechsel. Nach ueberlaufen der Matte – der naechste Schock – ich sollte mich in den Sand schmeissen und die Helfer wollten mir den Neo vom Leib reissen!! Unglaublich- ohne mich. Das mache ich selber. Entspannt zog ich mir den Neo alleine aus, aber innerlich war ich am Kochen – dann mussten ca. 500m in die Wechselzone/ Wechselzelt gerannt werden – barfuss auf schlechtem Teer mit riesigen Loechern – unglaublich schlecht gemacht. Im Wechselzelt kam kurzfristig meine Startnummer abhanden, aber ich stand eh schon unter Schock!! Im Wechselzelt selbst herrschte das absolute CHAOS.
 
Nach einer halben Ewigkeit, fast 10 Minuten ware ich auf dem Rad und kam langsam in Schwung.
Die ersten 40Km war angenehm – nur Rueckenwind – eine riesige Gruppe ca 30 Leute.
Aber dann gabs heftigen Gegenwind und die Gruppe zerfiel endlich.
Nur 5 Fahrer waren uebrig geblieben. 2 Oesis – 2 Deutsche und ein Ami.
Wir fuhren gemeinsam, aber absolut den Regeln entsprechend. Dank Gymnastik am Rad war ich entspannt. Ich fuhr zwar hauefig in fuehrender Position, aber so richtig Druck wollte ich nicht machen – zu gross war der Respekt vor Ruecken und folgender Laufstrecke.  
 
Nach 5:03 Stunden (reine Radzeit) ging es zum Laufen – leicht gebeugt ging ich die ersten 3 Meilen an.
Das Tempo war nicht schlecht – immer so um die 4:45 pro KM – eine Runde war absolviert und ich war noch auf Endzeit 9:30 Std. oder knapp darueber.
Jetzt musste ich bezahlen fuer den leicht veraenderten Laufstil. Dadurch, dass ich den Ruecken hinten rechts entlasten wollte – was auch gelang – hatte ich mehr ueber die linke „Oberschenkelseite gelaufen“. Das Tempo musste verringert werden – immer wieder war ich kurz vorm Oberschenkelkrampf.
Dennoch konnte ich mein Minimalziel schaffen.
SUB 10. Genauer 9:59:13   Platz 156 Gesamt – AK 24 .
 
Der Traum Hawai ging mit 9:44 weg – der letzte der 8 Slots.
Eine Woche lang war ich gefrustet von wegen was waere moeglich gewesen wenn......!
Frei nach dem Motto eines unserer Sponsoren : Gut ist nicht gut genug wenns besser geht!! Wir machen den Weg frei.
 
 
Mittlerweile bin ich stolz auf meine Leistung,
 
OLI P aus ALABAMA  
 
 

 20.10.2009 von  Oliver Prigge

 

Ueberraschung beim Half Iron in South Carolina.

Probe auf halber Strecke gelungen.

Starker 7. Gesamtplatz.

Am 4. Oktober ging es nach South Carolina ca. 5 Autostunden nord-oestlich von Alabama gelegen. Nach all den langen und harten Trainingseinheiten plus die beiden Wettkaempfe in good old Germany sollte ich an diesem Tage endlich Gewissheit darueber bekommen, ob Pace und Ausdauer stimmen.

Die Wettkampfstrecke war eine Mitteldistanz der klassischen Art ueber 1.9 KM (1.22Meilen)Schwimmen  - 90 KM(56 Meilen) auf dem Rad und dem abschliessenden Halbmarathon 21.1 KM(13.15 Meilen).
Vor dem Start war ich irgendwie „komisch nervoes“ – keine Ahnung was das war.

Schwimmen im See  1 Runde  - Rad 1 grosse Runde nicht flach und ein schlechter Strassenbelag – Laufen auf einer rolling Hill Strecke 2 Runden in & out.

Die Temperaturen waren echt klasse, auch wenn ich morgens noch sehr kalte Haende auf dem Rad hatte. Am Start (7:30 Uhr) knapp  10 Grad und spaeter angenehme 24 Grad mit einer Brise Wind, die zwar beim Radeln unangenehm war, beim Laufen jedoch wieder passte. Das Wasser hatte angenehme 23 Grad.

Der Wettkampf war eigentlich ordentlich organisiert – spaeter dazu mehr.
Ich war in der dritten Welle am Start. Volle 8 Minuten hinter der ersten Welle – den Profis.
Schwimmen im Neo war o.k. Ich merkte schnell, dass einer aus meiner Welle recht flott war und die blaue Badekappe( 3.Startgruppe) war schnell nicht mehr zu sehen. Ich versuchte mich nun in der kleine 3er Gruppe zu halten, was mir auch ordentlich gelang. Nach etwas ueber 29 Minuten kam ich als Dritter meiner Startgruppe aus dem Wasser. Der erste Schwimmer meiner Gruppe hatte eine Zeit von knapp 25 Minuten!!
Rein in die CEP Socken und ab aufs Rad. Noch war es etwas kalt – doch ich kam ziemlich schnell auf „Reisegeschwindigkeit“.
36 KM/H als Schnitt hatte ich mir vorgenommen oder 22 Meilen. Das macht eine Zeit von 2:30 Stunden zum Wechsel. Da der Kurs wellig war und der Wind auffrischte, ging ich das ganze sehr behutsam an. Zwischendurch hatte ich immer wieder den Schnitt gecheckt und gemerkt, dass ich auf Kurs war. Auf der gesamten Strecke hatte ich nur wenig Kontakt mit anderen Mitstartern. Ziemlich schnell ueberholte ich drei Mitbewerber und bei Meile 40 (64 KM) hatte ich endlich den Leader meiner Startgruppe ueberholt. Dies war wichtig, weil diesselbe Altersklasse und Masters.
Bis dahin hatte ich mich mit einem Kollegen aus der zweiten Startgruppe regelrecht duelliert. Immer wenn es bergauf ging, hab ich ihn wieder einholen koennen, aber auf den Geraden und bergab hatte er halt mehr drauf.
Aber bei Meile 45 (Km 72) hatte ich dann zum Schlussspurt auf dem Rad angesetzt.
Endlich war ich meinen Mitstreiter los. Leider wurde ich auch Opfer meines Geschwindigkeitsrausches. Irgendwo kurz vor  Meile 50 hatte ich einen dieser grossen blauen Pfeile auf der Strasse verpasst. Ueber einer leichten Umweg (1.5 Km) und viel Wut im Bauch gelang ich dann aber gluecklich zurueck zur Wechselzone.
Gesamtradzeit 2:28 Std.(Schnitt 36.2 KM/H)

Gesamtzeit bis dato mit Wechselzeiten 3:02Std. Knappe 2 Minuten war ich zu langsam.
Anstatt einer 1;40er Zeit musste ich etwas schneller laufen. Der Kurs war eine wellige Wendepunktstrecke. Kurz hinter der ersten Dame des Feldes(war 8 Minuten vor mir gestartet) ging ich auf die Laufstrecke. Lockeren Schrittes naeherte ich mich der jungen Lady. Aber bereits am ersten Huegel merkte ich, dass das Tempo echt hoch war. Bei Meile 1 (Zeit 6:50 - etwa 4:15 KM) wusste ich, dass ich erstmal bei diesem Tempo bleiben musste, aber eben nur solange es geht. Nach einer Runde lief ich mit der Lokalmatadorin wieder in Richtung Wechselzone und genoss sichtlich die Annerkennung der vielen Zuschauer, weil ich immer noch diesem Tempo folgen konnte. Die Dame war echt flott und beschleunigte dann ab KM 11 sogar noch und ich viel bei einer Verpflegung zurueck!!Knappe 30 Sekunden war ich nun dahinter.
Aber genau diesen Rueckstand galt es auf den letzten Kilometern wieder aufzuholen.
Also ging ich aufs Ganze und hatte schon bei KM 14 aufgeschlossen und bin sofort dieses Tempo weiter gelaufen. Bis ins Ziel hatte ich der Lady fast 3 Minuten gegeben.
1;28, 30 Std war die Gesamtlaufzeit(5.beste an diesem Tage).
Endlich nochmal einen raus gehauen beim Laufen!!!
Gesamtplatz 7 – Neuer Masterstreckenrekord 4:30,59 Std.
AK Sieg und Mastersieg mit ueber 11 Minuten Vorsprung.

Ein toller Wettkampf und die Probe fuer den Ironman in Florida im November ist gelungen. Mal sehen was da geht – Ziel ist eine SUB 10.
Endlich unter 10 Stunden!!!

Olivers Powerpoint Bilder-Story HIER downloaden

 

 

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